Agentur, Freelancer oder Inhouse: was wann Sinn ergibt

Luca Bräunling, SKYLL GmbH
Luca Bräunling
20. August 2026
4 min
Beitragsbild: Agentur, Freelancer oder Inhouse – was wann Sinn ergibt

Irgendwann steht die Frage im Raum: Machen wir Social Media selbst, holen wir uns jemanden auf Honorarbasis, oder geben wir es an eine Agentur? Die Antwort hängt weniger am Budget als an drei anderen Dingen – daran, wie regelmäßig Material entstehen muss, wer im Zweifel entscheidet, und was passiert, wenn die eine Person ausfällt, die alles macht.

Wir sind eine Agentur. Das solltest du beim Lesen wissen. Trotzdem raten wir regelmäßig ab – weil eine Zusammenarbeit, die sich nicht rechnet, uns genauso wenig bringt wie dir.

DREI WEGEWas jeder Weg trägt – und wo er kipptInhouseFeste Stelle, keine halbe AufgabeKennt eure Produkte undAbläufe genauer als jederExterne.Entscheidet ohneFreigabeschleife.Nebenbei reißt dieRegelmäßigkeit ab, sobald dasTagesgeschäft drückt.FreelancerEine klar abgegrenzte AufgabeSchnell verfügbar, günstigerund nah am Handwerk.Urlaub, Krankheit oder einbesser zahlender Kunde legenden Kanal still.Liegen Content, Ads undCommunity verteilt,koordinierst am Ende du.AgenturTeam statt einer PersonEs läuft weiter, wenn einerausfällt.Content, Werbekonto undCommunity greifen ineinander.Kostet auch in ruhigenMonaten und bleibt weiter wegvon eurem Produkt.Keine Rangfolge: Welcher Weg trägt, hängt daran, wie viel Material du pro Monat brauchst.DREI WEGEWas jeder Weg trägt – und wo er kipptInhouseFeste Stelle, keine halbe AufgabeKennt eure Produkte und Abläufe genauer als jederExterne.Entscheidet ohne Freigabeschleife.Nebenbei reißt die Regelmäßigkeit ab, sobald dasTagesgeschäft drückt.FreelancerEine klar abgegrenzte AufgabeSchnell verfügbar, günstiger und nah am Handwerk.Urlaub, Krankheit oder ein besser zahlender Kunde legenden Kanal still.Liegen Content, Ads und Community verteilt,koordinierst am Ende du.AgenturTeam statt einer PersonEs läuft weiter, wenn einer ausfällt.Content, Werbekonto und Community greifen ineinander.Kostet auch in ruhigen Monaten und bleibt weiter wegvon eurem Produkt.Keine Rangfolge: Welcher Weg trägt, hängt daran, wie viel Material dupro Monat brauchst.

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Eine Person arbeitet mit dem Laptop auf dem Sofa
Wer Social Media nebenher macht, macht es meistens abends. Daran scheitert die Regelmäßigkeit – nicht am Talent.

Inhouse: wenn jemand da ist, der es wirklich kann

Inhouse funktioniert dann, wenn Social Media eine feste Stelle ist und nicht eine halbe Aufgabe nebenbei. Die Person im Haus kennt Produkte und Abläufe genauer als jeder Externe und entscheidet ohne Freigabeschleife. Kritisch wird es bei der Regelmäßigkeit und bei der Frage, ob eine Person Content, Kampagnen und Community zugleich abdeckt.

Inhouse ist der beste Weg, wenn du jemanden hast, der drei Dinge gleichzeitig beherrscht: Content produzieren, Kampagnen bedienen und Community betreuen. Diese Person kennt eure Produkte besser als jede Agentur je wird, ist im Zweifel in fünf Minuten am Lager und braucht keine Freigabeschleife.

Der Haken liegt selten bei den Ideen. Er liegt bei der Regelmäßigkeit. Wer Social Media „nebenbei“ macht, verliert es als erstes, sobald das Tagesgeschäft drückt – und drei Monate ohne Veröffentlichung kosten mehr als jedes Honorar. Der zweite Haken: Eine einzelne Person deckt selten alle drei Disziplinen wirklich ab. Wer gut dreht, mag keine Werbekonten. Wer Werbekonten mag, dreht ungern.

Passt, wenn: du eine feste Stelle dafür hast, nicht eine halbe Aufgabe nebenbei.

Freelancer: der schnellste Einstieg, mit einem Klumpenrisiko

Ein Freelancer ist der schnellste Weg zu einer klar abgegrenzten Aufgabe wie Videoschnitt, Grafik oder einem Kampagnen-Setup. Das Klumpenrisiko: Urlaub, Krankheit oder ein besser zahlender Kunde legen den Kanal still. Liegen Content, Ads und Community bei mehreren Freelancern, bleibt die Koordination bei dir.

Ein guter Freelancer ist günstiger als eine Agentur, schneller verfügbar und oft näher am Handwerk als jedes Team. Für eine klar abgegrenzte Aufgabe – Videoschnitt, Grafik, ein Kampagnen-Setup – ist das meistens der effizienteste Weg.

Das Risiko ist die Abhängigkeit von einer Person. Urlaub, Krankheit, ein besser zahlender Kunde, und dein Kanal steht. Dazu kommt die Schnittstellenfrage: Wenn Content, Ads und Community bei drei verschiedenen Freelancern liegen, koordinierst am Ende du – und das ist die Arbeit, die du eigentlich abgeben wolltest.

Passt, wenn: du eine abgegrenzte Aufgabe vergibst und jemanden im Haus hast, der das Ganze zusammenhält.

Agentur: teurer, aber ausfallsicher

Eine Agentur ist teurer als ein Freelancer, weil ein Team statt einer Person arbeitet – und genau deshalb ausfallsicher. Content, Werbekonto und Community greifen ineinander, dazu kommt Erfahrung aus vergleichbaren Projekten. Bezahlt wird auch in ruhigen Monaten, und der Abstand zum eigenen Produkt bleibt größer als inhouse.

Eine Agentur kostet mehr als ein Freelancer, weil mehrere Leute an einem Projekt arbeiten – jemand für Content, jemand fürs Werbekonto, jemand für die Community, jemand als fester Ansprechpartner. Dafür bekommst du drei Dinge, die du sonst nicht bekommst: Es läuft weiter, wenn einer ausfällt. Die Disziplinen sind aufeinander abgestimmt, statt nebeneinander her zu laufen. Und es gibt Erfahrung aus vergleichbaren Projekten – was in einer anderen Kategorie schon funktioniert hat, muss bei dir nicht erst erfunden werden.

Der ehrliche Nachteil: Eine Agentur ist immer einen Schritt weiter weg von deinem Produkt. Und sie kostet auch in den Monaten, in denen wenig passiert.

Passt, wenn: du regelmäßig Material brauchst, mehrere Disziplinen gleichzeitig laufen sollen und Ausfallsicherheit einen Wert hat.

Was es tatsächlich kostet – und was oft vergessen wird

Was Social Media kostet, hängt am Umfang der Leistung, nicht am Etikett: Wie viel gedreht, produziert, betreut und beworben wird, bestimmt den Preis. In Vergleichen fehlen regelmäßig zwei Posten – das Mediabudget für die Plattformen und die eigene Arbeitszeit für Abstimmung, Freigaben und Material.

Öffentlich einsehbare Agenturangebote in Deutschland reichen von rund 300 bis über 20.000 Euro im Monat, für nominell dieselbe Leistungsbeschreibung. Der Preis hängt fast vollständig am Umfang: Drehtage, Menge produzierter Videos, Anzahl betreuter Kanäle, Community-Management, laufende Kampagnen.

Preisspanne: eigene Angaben von marketing-4-kmu.com, kmu-marketeers.de, mediarenner.de und socialmediaone.de, abgerufen am 14.08.2026. Keine neutrale Markterhebung.

Zwei Posten werden beim Vergleichen regelmäßig übersehen. Erstens das Mediabudget – das Geld, das an Meta oder TikTok fließt, ist kein Honorar und gehört in eine eigene Zeile. Zweitens die Zeit auf deiner Seite: Abstimmung, Freigaben, Material bereitstellen, Fragen beantworten. Die fällt bei allen drei Wegen an, inhouse am meisten.

Mehr zur Kostenseite steht in unserem Beitrag Social Media Werbung für KMU: Budget clever einsetzen.

Die Frage, die alles entscheidet

Entscheidend ist nicht der Preis, sondern der Materialbedarf pro Monat. Wer laufend Anzeigen bespielen will, braucht mehrere Videos monatlich und schafft das nicht nebenbei – dafür reicht guter Wille nicht. Wer nur wenige Beiträge im Monat veröffentlicht, kommt ohne Agentur aus. Beantworte diese Frage zuerst.

Nicht „was kostet es“, sondern: Wie viel Material brauchst du pro Monat, damit überhaupt etwas passiert? Wer vier bis acht Videos monatlich braucht, um Anzeigen am Laufen zu halten, schafft das nebenbei nicht – unabhängig vom guten Willen. Wer zwei Beiträge im Monat veröffentlichen will, braucht keine Agentur.

Beantworte diese Frage ehrlich, und der Rest ergibt sich fast von selbst.

Nächster Schritt

Der nächste Schritt ist ein Erstgespräch: Dort wird geklärt, wie viel Material dein Vorhaben monatlich braucht und welcher Weg – inhouse, Freelancer oder Agentur – das tragen kann. Auch ein Abraten gehört ausdrücklich dazu, wenn sich eine Zusammenarbeit für dich am Ende nicht rechnet.

Wir sehen uns im Erstgespräch an, wie viel Material dein Vorhaben braucht und wer das leisten kann – auch wenn die Antwort ist, dass du es besser selbst machst. Wie eine Zusammenarbeit bei uns konkret abläuft, steht im Beitrag So läuft die Zusammenarbeit ab.

Für Heimtier- und D2C-Marken, die bereits verkaufen und bei bezahlten Kampagnen ab rund 3.000 € Mediabudget im Monat denken. Darunter sagen wir dir ehrlich, ob du es besser selbst machst.

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